Ein Blick für die Seele

Seit inzwischen über 15 Jahren arbeite ich mit Menschen. Mein Weg in dieser Arbeit war einer von großer Vielfalt. Die Begleitung durch eine Krankheit oder Krise brachte mich von der Krankenhausangestellten zur Selbstständigen, von der Physiotherapeutin zum Life Coach.

Immer dabei waren die Zweifel ob ich dieses oder jenes darf, ob es wird, ob dies meine Aufgabe ist usw. Je weiter ich gehe, um so mehr kann ich sagen: Ja. Wenn wir auch große Angst empfinden, so sind wir genau hier richtig denn bei ihrer Überwindung werden wir über zur besten Ausgabe unseres Selbst.

So habe ich beispielsweise lange gehadert, mich in der Welt da draußen mit einer Begleitung im spirituellen Sinn zu identifizieren. Warum? Angst vor Verurteilung und Verlust. Aber sind wir für eindimensionale Überzeugungen unserer Mitmenschen verantwortlich? Nein! Sollten wir lieber den bekannten Weg der Verlässlichkeit statt den Weg der Fülle und Visionen gehen? Ebenfalls nein.

Moderne Spiritualität bedeutet für mich, eine Brücke zwischen altem Wissen und neuen (wissenschaftlichen) Erkenntnissen zu schlagen. Spiritualität bedeutet Geist und der Geist ist unser Bewusstsein, welches allumfassend und Alles erzeugend ist.

Wollen wir uns also überwinden, gilt es, sich Selbst in seinem Bewusstsein, seiner Welt wahrzunehmen damit unsere Seele wachsen kann. Erst durch diese Arbeit ist es uns möglich, uns unsere ureigensten Aufgabe Gewahr zu werden.

Der Blick auf uns Selbst, auf unsere Seele, stärkt und heilt uns!

Lass auch du dich von dir selbst verzaubern.

Immer im Fluss

Nachdem ich in meinem letzten Blog ‘am Anfang war der Weg’ dargestellt habe, dass uns Krisen dazu animieren, uns selbst zu hinterfragen und welchen Part ich in diesem Zusammenhang darstelle, möchte ich heute einen Eindruck vermitteln, dass der daraus resultierende Weg das Ziel ist.

Der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917), der die Osteopathie “entdeckt” hat, hat uns den treffenden Satz ‘Alles Leben ist Bewegung’ hinterlassen. Seit ich diese Worte zum ersten Mal hörte, habe ich sie immer wieder auf neue Art für mich begriffen. Sie umschreiben den Umstand, dass das Leben, so auch wir selbst, immer im Fluss sind. Sobald Stillstand droht, droht Krankheit und zuletzt Untergang.

Wie kann ich nun im Fluss bleiben? Meiner tiefsten Überzeugung nach, indem ich stets neugierig auf persönliches/seelisches Wachstum bin und dabei meinen sich erweiternden Fähigkeiten vertraue.

Nicht nur du als Fragesteller*in in einer Sitzung lernst dazu sondern auch ich.

Als ich mich meinem Osteopathie Studium widmete, hatte ich die wundervolle Möglichkeit, meine Fähigkeit, zu fühlen, weit auszubauen. Während wir im ersten Jahr noch Mühe hatten, außer Haaren, Pickeln, Gelenkbeweglichkeit noch an mehr Informationen aus dem Körper zu gelangen, war es im Abschlussjahr ein Selbstverständliches, dem Gewebe grundlegende Informationen zu entlocken. Etwaige Ursachen eines überreizten Magens, das Spüren der Symtome bei Migräne oder den Schmerz einer Frau weil sie nicht schwanger wurde.
Um darzulegen, wie das funktioniert, nehme ich gerne einen Muskel als Beispiel: Wer Krafttraining absolviert, sorgt für einen Massezuwachs der Muskulatur. So verhält es sich mit allen Dingen, die wir schulen. Indem ich jeden Tag intensiv mein Fühlen unter Anleitung sowie später ohne, trainierte, konnte ich gute Resultate bei meiner Arbeit erzielen.

Weitere Fortbildungen förderten meine Fähigkeiten, die ich vermag, in eine Sitzung mit ein zu bringen.

Es dauerte eine ganze Weile, bis mir klar wurde, dass Fühlen nur ein Teil des Möglichen ist. Irgendwann fiel mir auf, dass ich vor Eintreffen eines Briefes wusste, dass da was kommt oder dass ich beim Klingeln des Telefons schon wusste, wer dran ist oder dass ich für meine Freundin das passende Geschenk ausgesucht hatte, ohne dass ich von ihrem Wunsch wusste. Wissend nennt man diese sehr verbreitete Eigenschaft, die den in der Quantenphysik beschriebenen Umstand beschreibt, dass wir alle von einem (morphogenetischen) Feld umgeben sind, dass sämtliche Informationen in sich birgt und dessen wir in der Lage sind, uns zu bedienen.

Auch hörend und sehend fallen in diesen Bereich. Alle Qualitäten sind bei jedem von uns angelegt, nur oft durch Angst vor Verurteilung, Ablehnung oder anderen Umständen blockiert. Wenn wir statt dessen zu dem stehen, was wir sind, können wir all unsere Fähigkeiten zu unserem Wohle und zum Wohle Aller einsetzen.

Lassen wir uns von ihnen leiten, landen wir nicht mehr in angreifenden Situationen und können unser volles Potential ausschöpfen.

Vielleicht fällt es dir schwer, das Besondere an dir zu erkennen oder damit umzugehen. Wenn dies der Fall ist, melde dich gern bei mir!